Großadmiral Erich Raeder

„Natürlich sucht man im Kriege immer die Wahrscheinlichkeit des Erfolges auf seine Seite zu bekommen, sei es, indem man auf physische oder auf moralische Vorteile zählt. Allein dieses ist nicht immer möglich; man muß oft etwas gegen die Wahrscheinlichkeit des Gelingens unternehmen, wenn man nämlich nichts Besseres tun kann. Wollten wir hier verzweifeln, so hörte unsere vernünftige Überlegung gerade da auf, wo sie am notwendigsten wird, da, wo sich alles gegen uns verschworen zu haben scheint. Wenn man also auch die Wahrscheinlichkeit des Erfolges gegen sich hat, so muß man das Unternehmen darum nicht für unmöglich oder unvernünftig halten; vernünftig ist es immer, wenn wir nichts Besseres zu tun wissen und bei den wenigen Mitteln, die wir haben, alles so gut als möglich einrichten. Damit es in einem solchen Falle nicht an Ruhe und Festigkeit fehle, die im Kriege immer am ersten in Gefahr kommen und die in einer solchen Lage so schwer zu bewahren sind, ohne welche man aber mit den glänzendsten Eigenschaften des Geistes nichts leistet, muß man sich mit dem Gedanken eines ehrenvollen Unterganges vertraut machen, ihn immerfort bei sich nähren, sich ganz daran gewöhnen. Seien Sie überzeugt, gnädigster Herr, daß ohne diesen festen Entschluß sich im glücklichsten Kriege nichts Großes leisten läßt, geschweige denn im unglücklichen. Friedrich II. hat dieser Gedanke gewiß während seiner ersten schlesischen Kriege oft beschäftigt; weil er vertraut damit war, unternahm er an jenem denkwürdigen 5. Dezember den Angriff bei Leuthen, nicht weil er herausgerechnet hatte, daß er mit der schiefen Schlachtordnung die Österreicher höchstwahrscheinlich schlagen würde.“

Diesen klugen Rat unseres preußischen Kriegsphilosophen Carl von Clausewitz nahm sich auch unser Großadmiral Erich Raeder zu Herzen und stürzte sich mit unserer unfertigen Flotte verwegen in den Kampf gegen die übermächtigen Engländer, Gallier und Amerikaner. Ungleich Friedrich dem Großen hat er damit zwar nicht den Sieg davon getragen, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Heute hat unser Herr Großadmiral übrigens Geburtstag. Zur Welt kam er 1876 in Wandsbek. Seit 1894 tat er Dienst in unserer deutschen Flotte und nahm mit dieser im Vierjährigen Krieg an der berühmten Seeschlacht am Skagerrak teil, in der die englischen Watschelenten ganz schön Federn lassen mußten. Sein größter Erfolg mit unserer Kriegsmarine im Sechsjährigen Krieg war das Unternehmen Weserübung, sprich die Besetzung Norwegens, das wir Deutschen den Engländern und Galliern unmittelbar vor der Nase weggeschnappt haben. Keine unwichtige Sache, da unsere Rüstungsschmieden auf das Eisenerz Schwedens angewiesen waren. Ohne Stahl war der Krieg nämlich noch nie was. Im Jahre 1903 heiratete unser Großadmiral Raeder seine Angebetete Anna Grytzell, die im die Tochter Anita schenkte. Eine zweite Ehe schloß er 1920 mit Erika Hindermann, die ihm den Sohn Hans schenkte. Ein paar Schädel Met sollten also zu Ehren von unserem Großadmiral Raeder durchaus geleert werden. Ein lustiges Seemannslied muß noch zum Trinken her. „Unser die Freiheit der Meere“ klingt doch ganz gut. Also: https://www.youtube.com/watch?v=5EFJv1_ehJ4

„Ritter der Nordsee,

Im blauen Gewand,

Kapitän und Matrosen,

Singen wir heiter,

Die Blicke gewandt.

Wenn uns die Stürme umtosen.

Flagge am Mast,

Die der Führer uns gab,

Flagge, wir machen dir Ehre,

Engelands Macht

Uns’re Stunde die Nacht

Unser die Freiheit der Meere.

Unser, unser,

Unser die Freiheit der Meere.

Ritter der Nordsee,

Auf englischem Kurs,

Tauchen wir kühn aus den Wellen,

Brechen Blockade,

Und bringen den Tod,

Mit den Torpedos den schnellen.

Flagge am Mast,

Die der Führer uns gab,

Flagge, wir machen dir Ehre,

Engelands Macht

Uns’re Stunde die Nacht

Unser die Freiheit der Meere.

Unser, unser,

Unser die Freiheit der Meere.

Ritter der Nordsee,

Vom Kampfe umgellt,

Hol‘ uns der Teufel und schützen

Wir unser Recht,

Auf die Güter der Welt,

Und Deutschland zum Ruhm

Und zum Glücke.

Flagge am Mast,

Die der Führer uns gab,

Flagge, wir machen dir Ehre,

Engelands Macht

Uns’re Stunde die Nacht

Unser die Freiheit der Meere.

Unser, unser,

Unser die Freiheit der Meere.“

In seinem Panzerbuch „Mein Leben“ berichtet uns unser Großadmiral Raeder nun vom Schicksal unseres Panzerschiffs Admiral Graf Spee:

„Auf der Höhe der La Plata-Mündung traf er dabei am 13. Dezember 1939 auf britische Streitkräfte, die aus dem Schweren Kreuzer Exeter und den beiden Leichten Kreuzern Ajax und Achilles bestanden und von Commodore Harwood taktisch erfolgreich geführt wurden. Es gelang dem deutschen Panzerschiff zwar, den feindlichen Schweren Kreuzer niederzukämpfen, so daß dieser sich vom Gefechtsfeld zurückziehen mußte. In dem Gefecht hatte aber auch Admiral Graf Spee neben Verlusten an Gefallenen und Verwundeten so erhebliche Schäden durch die Artillerie der drei Gegner erlitten, daß das Schiff nicht mehr genügend Seefähigkeit besaß, um dm beabsichtigten Rückmarsch in die Heimat durch die Winterstürme des Nordatlantik durchzuführen. Der Kommandant, der selbst verwundet worden war, hoffte, in Montevideo die dringendsten Arbeiten zur Wiederherstellung der Seefähigkeit des Schiffes erledigen zu können, und meldete diese Absicht an die Seekriegsleitung. Die uruguayische Regierung verweigerte jedoch unter starkem englischen Druck die Erlaubnis für einen längeren Aufenthalt als zweiundsiebzig Stunden, die zur Reparatur nicht ausreichten. Über dem Schicksal des Schiffes und seines Kommandanten waltete eine tiefe Tragik. Kapitän zur See Langsdorff, der ein besonders fähiger und charaktervoller Offizier war, hatte das Bewußtsein, das Gefecht erfolgreich überstanden zu haben nachdem sein Hauptgegner schwer beschädigt aus Sicht gekommen war und die beiden ihm an Geschwindigkeit überlegenen Leichten Kreuzer abgedreht hatten. Letztere aber hielten auf große Entfernung weiter Fühlung und stellten fest, daß er die La, Plata-Mündung ansteuerte. Die Seekriegsleitung hatte in die Entscheidung des Kommandanten nach dem Gefecht zunächst nicht eingegriffen, da. in Berlin die Einzelheiten des Kampfes und der Zustand des Schiffes nicht zu übersehen waren. Der Kommandant hatte dann aus Montevideo gemeldet, daß starke englische Streitkräfte vor der La Plata-Mündung ständen. Die Meldung beruhte auf einer Irreführung durch den englischen Nachrichtendienst, der durch geschickt gesteuerte Meldungen den Kommandanten zu der Überzeugung gebracht hatte, daß inzwischen weit überlegene britische Streitkräfte, darunter ein Flugzeugträger und ein Schlachtkreuzer, vor der La, Plata-Mündung versammelt wären. Tatsächlich sind die schweren britischen Streitkräfte zu dieser Zeit noch weit entfernt gewesen. Dies war aber weder dem Kommandanten noch der Seekriegsleitung bekannt. Das Schiff war durch das Anlaufen von Montevideo und die Haltung der uruguayischen Regierung in eine Lage gekommen, aus der es nur durch einen gewaltsamen Ausbruch durch die vor der La Plata-Mündung vermuteten überlegenen britischen Streitkräfte herauskommen konnte. Der Kommandant meldete, daß er den Durchbruch versuchen wolle; falls dieser nicht möglich wäre, bäte er um Entscheidung, ob sein Schiff interniert oder auf flachem Wasser gesprengt werden sollte. Hitler stimmte meinem Vorschlag zu, daß die Absichten des Kommandanten gebilligt würden, jedoch eine Internierung in Uruguay nicht in Frage käme. Sein Standpunkt war, daß Admiral Graf Spee wenn irgend möglich den Ausbruch versuchen müßte. Vielleicht würde dann wenigstens noch ein letzter militärischer Erfolg durch Versenkung eines Gegners erzielt werden können. Die Entscheidung mußte natürlich dem Kommandanten überlassen bleiben, der allein die Verhältnisse an Ort und Stelle übersehen und die noch vorhandene Kampfkraft seines Schiffes beurteilen konnte. Langsdorff kam zu dem Schluß, daß ein Durchkämpfen in freies und tiefes Wasser mit einiger Aussicht auf eine wirksame Schädigung des Gegners bei dessen vermuteter Stärke und vor allem bei dem geringen Munitionsbestand, über den Admiral Graf Spee“ nach dem langen Kampf mit den drei Kreuzern noch verfügte, nicht möglich war. In dem bestimmt zu erwartenden Gefecht mit den weit überlegenen Gegnern würde sein Schiff niedergekämpft werden. Es würde aber in dem flachen Wasser des La Plata nicht sinken können; vielmehr bestände die Gefahr, daß es dann mit allen seinen Einrichtungen in Feindeshand fiele. Der Kommandant entschloß sich daher, das Schiff – ohne Einwirkung des Gegners – selbst zu versenken und dabei so gründliche Zerstörungen vorzunehmen, daß das Wrack für den Gegner wertlos gemacht wurde; gleichzeitig konnte er so seine Besatzung retten. Diese Absicht führte er aus. Das Schiff wurde am 17. Dezember 1939 außerhalb der Hoheitsgewässer auf flachem Wasser durch Sprengen der Munition und Torpedos zerstört, die Besatzung vollzählig nach Buenos Aires überführt. Kapitän zur See Langsdorff nahm sich, nachdem er seine letzte Pflicht als Kommandant erfüllt hatte, das Leben…“

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Immanuel Kant

Immer wenn mir ein umerzogener oder (((amerikanisierter))) Möchtegern-Rebell vom Hohlkopf Rudi Duschkopf vorschwärmt, kommen mir an unsere großen altdeutschen Denker in den Sinn. Und dann frage ich mich wie man im Lande Fichtes, Nietzsches, Clausewitz‘, Schellings, Kants oder Hegels einen Hohlkopf wie den Rudi Duschkopf einen großen Denker nennen kann. Wie bei so vielen Dingen, können meine Verwunderung nur die Kundigen verstehen. Deren Entstehung versucht aber die (((amerikanische))) Umerziehung nach Kräften zu verhindern und hat dabei leider auch einen gewissen Erfolg. Daher bietet mir der heutige Geburtstag von unserem Immanuel Kant eine willkommene Gelegenheit der Unwissenheit ein wenig zu wehren. Im ostpreußischen Königsberg wurde unser Kant 1724 geboren. Sein Studium meisterte er ab 1740 an der Königsberger Universität. Die Doktorwürde bekam er 1757 verliehen und 1770 erhielt er von Friedrich dem Großen den Königsberger Lehrstuhl für Logik und Metaphysik. Zu Lesen gibt es von unserem Kant so kluge Sachen wie „Die falsche Spitzfindigkeit der vier syllogistischen Figuren“, „Versuch den Begriff der negativen Größen in die Weltweisheit einzuführen“, „Kritik der reinen Vernunft“, „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“, „Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft“, „Kritik der praktischen Vernunft“, „Einleitung in die Kritik der Urteilskraft“, „Kritik der Urteilskraft“, „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“, „Von den verschiedenen Rassen der Menschen“, „Bestimmung des Begriffs einer Menschenrasse“, „Die Metaphysik der Sitten“ oder „Der Streit der Fakultäten“. Das alte ostpreußische Landeslied „Sie sagen all, du bist nicht schön“ habe ich mir für unseren Kant ausgesucht: https://www.youtube.com/watch?v=qcXMtUyjy10

Sie sagen all, du bist nicht schön

mein trautes Heimatland;

Du trägst nicht stolze Bergeshöh’n,

nicht rebengrün Gewand;

In deinen Lüften rauscht kein Aar,

es grüßt kein Palmenbaum,

doch glänzt der Vorzeit Träne klar

an deiner Küste Saum.

Und gibst dem König auch kein Erz,

nicht Purpur, Diamant,

klopft in Dir doch das treu’ste Herz,

Fürs heil’ge Vaterland.

Zum Kampfe lieferst du das Roß,

wohl Tonnen Goldes wert,

und Männer, stark zum Schlachtentroß,

die kräft’ge Faust zum Schwert.

Und wenn ich träumend oft durchgeh‘

die düst’re Tannennacht

und hoch die mächt’gen Eichen seh‘

in königlicher Pracht,

wenn rings erschallt am Memelstrand

der Nachtigallen Lied

und ob dem fernen Dünensand

die weiße Möwe zieht.

Dann überkommt mich solche Lust,

daß ich’s nicht sagen kann,

ich sing‘ ein Lied aus voller Brust,

schlag froh die Saiten an.

Und trägst Du auch nur schlicht Gewand

und keine stolzen Höh’n:

Ostpreußen hoch, mein Heimatland,

Wie bist du wunderschön!“

In seiner Schrift „Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu lügen“ nimmt unser Kant die neumodischen Propaganda ein wenig aufs Korn: http://www.zeno.org/Philosophie/M/Kant,+Immanuel/%C3%9Cber+ein+vermeintes+Recht+aus+Menschenliebe+zu+l%C3%BCgen

In der Schrift: Frankreich im Jahr 1797, Sechstes Stück, Nummer I: Von den politischen Gegenwirkungen, von Benjamin Constant, ist Folgendes Seite 123 enthalten. Der sittliche Grundsatz: es sei eine Pflicht, die Wahrheit zu sagen, würde, wenn man ihn unbedingt und vereinzelt nähme, jede Gesellschaft zur Unmöglichkeit machen. Den Beweis davon haben wir in den sehr unmittelbaren Folgerungen, die ein deutscher Philosoph aus diesem Grundsatze gezogen hat, der so weit geht zu behaupten: daß die Lüge gegen einen Mörder, der uns fragte, ob unser von ihm verfolgter Freund sich nicht in unser Haus geflüchtet, ein Verbrechen sein würde.Der französische Philosoph widerlegt Seite 124 diesen Grundsatz auf folgende Art. Es ist eine Pflicht, die Wahrheit zu sagen. Der Begriff von Pflicht ist unzertrennbar von dem Begriff des Rechts. Eine Pflicht ist, was bei einem Wesen den Rechten eines anderen entspricht. Da, wo es keine Rechte gibt, gibt es keine Pflichten. Die Wahrheit zu sagen, ist also eine Pflicht; aber nur gegen denjenigen, welcher ein Recht auf die Wahrheit hat. Kein Mensch aber hat Recht auf eine Wahrheit, die anderen schadet.Das prôton pseudos liegt hier in dem Satze: Die Wahrheit zu sagen ist eine Pflicht, aber nur gegen denjenigen, welcher ein Recht auf die Wahrheit hat.Zuerst ist anzumerken, daß der Ausdruck: ein Recht auf die Wahrheit haben, ein Wort ohne Sinn ist. Man muß vielmehr sagen: der Mensch habe ein Recht auf seine eigene Wahrhaftigkeit (veracitas), das ist auf die subjektive Wahrheit in seiner Person. Denn objektiv auf eine Wahrheit ein Recht haben, würde so viel sagen als: es komme, wie überhaupt beim Mein und Dein, auf seinen Willen an, ob ein gegebener Satz wahr oder falsch sein solle; welches dann eine seltsame Logik abgeben würde. Nun ist die erste Frage: ob der Mensch, in Fällen, wo er einer Beantwortung mit Ja oder Nein nicht ausweichen kann, die Befugnis (das Recht) habe, unwahrhaft zu sein. Die zweite Frage ist: ob er nicht gar verbunden sei, in einer gewissen Aussage, wozu ihn ein ungerechter Zwang nötigt, unwahrhaft zu sein, um eine ihn bedrohende Missetat an sich oder einem anderen zu verhüten. Wahrhaftigkeit in Aussagen, die man nicht umgehen kann, ist formale Pflicht des Menschen gegen jeden, es mag ihm oder einem andern daraus auch noch so großer Nachteil erwachsen; und, ob ich zwar dem, welcher mich ungerechter weise zur Aussage nötigt, nicht Unrecht tue, wenn ich sie verfälsche, so tue ich doch durch eine solche Verfälschung, die darum auch (obzwar nicht im Sinn des Juristen) Lüge genannt werden kann, im wesentlichsten Stücke der Pflicht überhaupt Unrecht: das ist ich mache, so viel an mir ist, daß Aussagen (Deklarationen) überhaupt keinen Glauben finden, mithin auch alle Rechte, die auf Verträgen gegründet werden, wegfallen und ihre Kraft einbüßen; welches ein Unrecht ist, das der Menschheit überhaupt zugefügt wird. Die Lüge also, bloß als vorsätzlich unwahre Deklaration gegen einen andern Menschen definiert, bedarf nicht des Zusatzes, daß sie einem anderen schaden müsse; wie die Juristen es zu ihrer Definition verlangen (mendacium est falsiloquium in praeiudicium alterius). Denn sie schadet jederzeit einem anderen, wenn gleich nicht einem andern Menschen, doch der Menschheit überhaupt, indem sie die Rechtsquelle unbrauchbar macht. Diese gutmütige Lüge kann aber auch durch einen Zufall (casus) strafbar werden, nach bürgerlichen Gesetzen; was aber bloß durch den Zufall der Straffälligkeit entgeht, kann auch nach äußeren Gesetzen als Unrecht abgeurteilt werden. Hast du nämlich einen eben itzt mit Mordsucht Umgehenden durch eine Lüge an der Tat verhindert, so bist du für alle Folgen, die daraus entspringen möchten, auf rechtliche Art verantwortlich. Bist du aber strenge bei der Wahrheit geblieben, so kann dir die öffentliche Gerechtigkeit nichts anhaben; die unvorhergesehene Folge mag sein welche sie wolle. Es ist doch möglich, daß, nachdem du dem Mörder, auf die Frage, ob der von ihm Angefeindete zu Hause sei, ehrlicherweise mit Ja geantwortet hast, dieser doch unbemerkt ausgegangen ist, und so dem Mörder nicht in den Wurf gekommen, die Tat also nicht geschehen wäre; hast du aber gelogen, und gesagt, er sei nicht zu Hause, und er ist auch wirklich (obzwar dir unbewußt) ausgegangen, wo denn der Mörder ihm im Weggehen begegnete und seine Tat an ihm verübte: so kannst du mit Recht als Urheber des Todes desselben angeklagt werden. Denn hättest du die Wahrheit, so gut du sie wußtest, gesagt: so wäre vielleicht der Mörder über dem Nachsuchen seines Feindes im Hause von herbeigelaufenen Nachbarn ergriffen, und die Tat verhindert worden. Wer also lügt, so gutmütig er dabei auch gesinnt sein mag, muß die Folgen davon, selbst vor dem bürgerlichen Gerichtshofe, verantworten und dafür büßen: so unvorhergesehen sie auch immer sein mögen; weil Wahrhaftigkeit eine Pflicht ist, die als die Basis aller auf Vertrag zu gründenden Pflichten angesehn werden muß, deren Gesetz, wenn man ihr auch nur die geringste Ausnahme einräumt, schwankend und unnütz gemacht wird…“

Generaloberst Hans von Seeckt

Am heutigen Tag wurde 1866 in Schleswig unser Generaloberst Hans von Seeckt geboren. Den vielleicht noch mancher aus dem Geschichtsunterricht kennt, weil die umerzogenen Lehrer bittere Tränen darüber vergossen haben, daß dieser den deutschen Kampfgeist und die Kriegskunst bei der Reichswehr erhalten hat und diese daher den Grundstock für unsere neue Wehrmacht bilden konnte. Im Vierjährigen Krieg kämpfte unser Hans von Seeckt zuerst im Westen und dann im Osten. Wir Deutschen verdanken ihm – neben unserem Feldmarschall August von Mackensen – den Sieg in der Durchbruchsschlacht bei Gorlice-Tarnow, die im Mai 1915 geschlagen wurde, und die Niederwerfung Serbiens im Herbst des selben Jahres. Da unser Generaloberst von Seeckt von Hause aus Infanterist ist, habe ich mir das Lied von der Königin der Waffen für unsere heutige Panzergeburtstagsfeier ausgesucht: https://www.youtube.com/watch?v=xS5U-nyIFdU

„Kameraden laßt uns singen

eine Melodie,

denn es soll ein Lied erklingen

auf die Infantrie.

Denn sie ist allerzeit

immer kampfbereit,

ob es donnert, blitzt oder kracht

– oder kracht.

Ihrem steten Kampfgelingen

ist dieses Lied erdacht.

Panzer und Flieger

schaffens nie allein,

können nie allein die Sieger

auf dem Schlachtfeld sein.

Können es nicht schaffen

ohne deinen Einsatz nie

– Einsatz nie!

Königin der Waffen –

Deutsche Infantrie!

Ohne Halt durch Sturm und Regen

mitten in der Nacht.

Ohne Halt dem Feind entgegen

was auch kommen mag.

Ob auch heiß der Tag,

ob auch kalt die Nacht,

ob auch fern die Heimat ist

– Heimat ist.

Stets kämpft auf allen Wegen

stolz der Infantrist.

Panzer und Flieger

schaffens nie allein,

können nie allein die Sieger

auf dem Schlachtfeld sein.

Können es nicht schaffen

ohne deinen Einsatz nie

– Einsatz nie!

Königin der Waffen –

Deutsche Infantrie!“

Unser Hans von Seeckt hat übrigens auch das ein oder andere Buch geschrieben. In seinen „Gedanken eines Soldaten“ grübelt unser Held ein wenig über große Menschen und die mit ihnen verbundenen Begriffe: http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedanken-eines-soldaten-6265/1

„Graf Schlieffen fordert, trotz seiner uns fast eisig kalt berührenden, auf höchster Abgeklärtheit beruhenden Wesensart, zu dieser persönlichen Stellungnahme heraus, weil unter der Oberfläche die heiße Leidenschaft des wollenden Feldherrntums schlummert. Graf Schlieffen ist kein Begriff für uns, sondern in Kopf und Herz des deutschen Generalstabes, des deutschen Soldaten, des deutschen Volkes fortwirkendes Leben. Wir wollen ihn nicht zum Begriff, zum einseitigen Dogmaträger uns versteinern lassen, sondern wollen in ihm und aus ihm erneut und geklärt die alten ewigen Regeln des Krieges suchen. Fassen wir sie heute in drei Sätze zusammen: Die Vernichtung des Feindes ist das Ziel des Krieges, aber zu diesem Ziel führen viele Wege. Jede Operation muß von einem einfachen klaren Gedanken beherrscht sein. Diesem Gedanken hat sich jeder und hat sich alles unterzuordnen. An der entscheidenden Stelle ist die entscheidende Kraft einzusetzen; der Erfolg ist nur durch Opfer zu erkaufen. – Beherzigen wir diese Lehren des Mannes Schlieffen, dann wird der Begriff Schlieffen der Begriff des Sieges sein. – Große Persönlichkeiten wandeln sich zu Begriffen. Dem scharf forschenden Auge stellen sich zwei getrennte Bilder dar: die Person und der Begriff. Der Konsul Gaius Julius Cäsar der Geschichte ist eines, der Begriff des „Caesar“ ein anderes. König Friedrich II. von Preußen ist jemand anders als der „alte Fritz“ des Volkes und der „Fridericus“ unserer Tage. Es liegt eine Gefahr in dieser Begriffbildung, sie tut oft der Person Unrecht, an Stelle eines reichen Lebens tritt ein starrer Begriff. Dieser hat etwas Einseitiges, das leicht zu falschem Schluß auf die Person führt. Andererseits ehrt die Zeit nur die ganz Großen mit der Wandlung der Person zum Begriff, und unsere Ehrfurcht gebührt beiden. Wir werden, wenn wir unser Wissen und Wollen an großen Vorbildern zu bereichern streben, beides uns zu eigen machen müssen. Die Kenntnis des Mannes, aus seinen Taten und Worten gewonnen, und die Erkenntnis des Begriffs, der sich mit seinem Namen verbindet. Meist wird dieses Studium dazu führen, daß der Mann uns größer wird und der Begriff, der sich mit seinem Namen verbindet, sich wandelt; wir müssen zu eigenem Nutzen zu einer persönlichen Stellung zu dem großen Mann kommen.“

Hauptsturmführer Michael Wittmann

Ein Hoch auf unser Panzerass Michael Wittmann! Unser Held hat heute nämlich Geburtstag. Zur Welt kam kam unser Michael Wittmann 1914 im Bayernland, im Dörfchen Vogelthal – um genau zu sein. Gekämpft hat er mit unserem Spähfahrzeugen, unserem Sturmgeschütz III, unserem Panzer III und unserem Tigerpanzer in Polen, Gallien, Illyrien, Rußland und zuletzt in der Normandie. Dort hat er bei Villers-Bocage einmal sogar ein ganzes englisches Panzerbataillon samt Infanterieunterstützung ganz alleine mit seinem Tigerpanzer zerstört. Sagenhafte 138 feindliche Panzer hat unser Michael Wittmann im Sechsjährigen Krieg abgeschossen und dafür das Ritterkreuz samt Eichenlaub und Schwertern abgestaubt. Im Jahre 1944 ehelichte unser Michael Wittmann seine Angebetete Hildegard Burmester. Ein mechanisches Schlachtroß ist der Panzerkampfwagen fürwahr und so bekommt unser Michaek Wittmann von mir Schillers Reiterlied zum Wiegenfest: https://www.youtube.com/watch?v=YYEseYnTaWU

„Wohl auf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!

Ins Feld, in die Freiheit gezogen.

Im Felde, da ist der Mann noch was wert,

Da wird das Herz noch gewogen.

Da tritt kein anderer für ihn ein,

Auf sich selber steht er da ganz allein.

Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist,

Man sieht nur Herren und Knechte,

Die Falschheit herrschet, die Hinterlist,

Bei dem feigen Menschengeschlechte,

Der dem Tod ins Angesicht schauen kann,

Der Soldat allein, ist der freie Mann.

Des Lebens Ängsten, er wirft sie weg,

Hat nicht mehr zu fürchten, zu sorgen,

Er reitet dem Schicksal entgegen keck,

Triffts heute nicht, trifft es doch morgen,

Und trifft es morgen, so lasset uns heut

Noch schlürfen die Neige der köstlichen Zeit.

Von dem Himmel fällt ihm sein lustig Los,

Brauchts nicht mit Müh zu erstreben,

Der Fröner, der sucht in der Erde Schoß,

Da meint er den Schatz zu erheben,

Er gräbt und schaufelt, solang er lebt,

Und gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt.

Der Reiter und sein geschwindes Roß,

Sie sind gefürchtete Gäste;

Es flimmern die Lampen im Hochzeitschloß,

Ungeladen kommt er zum Feste.

Er wirbt nicht lange, er zeiget nicht Gold,

Im Sturm erringt er den Minnesold.

Warum weint die Dirn und zergrämt sich schier?

Laß fahren dahin, laß fahren!

Er hat auf Erden kein bleibend Quartier,

Kann treue Lieb nicht bewahren.

Das rasche Schicksal, es treibt ihn fort,

Seine Ruhe läßt er an keinem Ort.

Drum frisch, Kameraden, den Rappen gezäumt,

Die Brust im Gefechte gelüftet!

Die Jugend brauset, das Leben schäumt,

Frisch auf! eh der Geist noch verdüftet!

Und setzet ihr nicht das Leben ein,

Nie wird euch das Leben gewonnen sein.“

Ulrich von Hutten

Im Jahre 1488 erblickte unser dichtender Ritter Ulrich von Hutten das Licht der Erden Welt auf seiner väterlichen Burg Steckelberg in Hessen. Anfangs sah es allerdings schlecht aus für die ritterliche Laufbahn unseres Helden, denn er sollte Pfaffe werden. Doch da konnte man unseren Ulrich von Hutten gern haben. Unser Held widmete sich lieber der Dichtung und der Gelehrsamkeit. Seine Dichtungen brachten ihm die Dichterkrone von unserem Kaiser Maximilian ein. Die Fehde seines Hauses mit dem Herzog von Württemberg focht er tapfer aus und wollte mit Franz von Sickingen eine Erhebung gegen die Pfaffen ins Werk zu setzen. Dummheiten hat unser Ulrich von Hutten aber auch gemacht und sich beispielsweise für die Lutherische Reformation begeistert. Das pflichtschuldige Dichterwerk nennt sich bei mir „Das andre Fieber genannt“ und lautet so:

„Da ich das Fieber hätt gemacht,

Von Pfaffen ward ich bald veracht.

Die warfen großen Zorn auf mich,

Schalten mich ungestümiglich,

Ich sprach: Ihr Herren, fahrt nun schon.

So übel ist noch nit getan,

Wenn einer liegt am Fieber krank;

Ich meint: um euch verdient ich Dank

Kein Antwort mir da helfen mocht,

Mein Wort man zu vernichten dacht.

Darum mich dünkt der beste Rat,

Dem Fieber geb ich andre Statt.

Ein jeder Pfaff sein Fieber hat,

Des pfleg er nach dem Willen sein.

Oft heutge Freud ist morgen Pein,

Also hab ich sie absolvirt.

Ein jeder des wohl inne wird,

Ob jetzt er besser sei geziert.

Ich habs gewagt!“

Der Geburtstag des Chefs

Der Chef lebe hoch! Schließlich hat er heute Geburtstag. Das epische Fallschirmjägerlied „Auf Kreta bei Sturm und bei Regen“ habe ich mir für unsere heutige Panzergeburtstagsfeier ausgesucht: https://www.youtube.com/watch?v=U0wUXnbMg6g

„Auf Kreta im Sturm und im Regen,

Da steht ein Fallschirmjäger auf der Wacht,

Er träumt ja so gerne von der Heimat,

Wo ihm ein holdes Mädchenherze lacht.

Die Sternlein funkeln vom Himmel in die Nacht,

ja in die Nacht

Grüßt mir die Heimat, Grüßt mir mein Mägdelein

aus blut´ger Schlacht.

Ein Sprung in den feindlichen Graben,

Da traf die Feindeskugel in sein Herz,

Er stürzt auf den blutigen Rasen,

Und flüstert zu den Sternen voller Schmerz.

Die Sternlein funkeln vom Himmel in die Nacht,

ja in die Nacht

Grüßt mir die Heimat, Grüßt mir mein Mägdelein

aus blut´ger Schlacht.

Da sprach er, mit sterbender Stimme,

Komm Kamerad und reich mir deine Hand

Und nimm diesen Ring von meinem Finger

Und schenk ihn meiner Liebst’ als Abschiedspfand.

Die Sternlein funkeln vom Himmel in die Nacht,

ja in die Nacht

Grüßt mir die Heimat, Grüßt mir mein Mägdelein

aus blut´ger Schlacht.

Auf Kreta da flattern unsre Fahnen,

Wir Fallschirmjäger haben doch gesiegt,

Und sind auch so viele gefallen,

Der Ruhm der Fallschirmjäger aber blieb.

Die Sternlein funkeln vom Himmel in die Nacht,

ja in die Nacht

Grüßt mir die Heimat, Grüßt mir mein Mägdelein

aus blut´ger Schlacht.“

Unternehmen Marita

Unsere Panzergruppe I, unsere II. Armee und unsere XII. Armee haben 1941 beim Unternehmen Marita Illyrien und Griechenland zerschmettert. Angeführt wurden sie dabei von unseren Feldmarschällen Ewald von Kleist, Maximilian von Weichs und Wilhelm List. Die Planung lag in den Händen von unserem Generaloberst Franz Halder. Nötig wurde das Unternehmen Marita wegen des englischen Staatsstreiches in Illyrien und der drohenden Festsetzung der Engländer in Griechenland. Damit schwebte unsere Ölversorgung aus Rumänien in höchster Gefahr. Ohne Sprit bleiben unsere Vögel am Boden und unsere Panzerkatzen bewegen sich kein Stück. Mit 680,000 Mann, 1200 Panzern und 1000 Flugzeugen hat unser altes deutsches Reich eine recht ordentliche Streitmacht auf. Die Italiener standen uns zudem mit 565,000 Mann, 160 Panzern und 460 Fliegern zur Seite. Die Illyrer verfügten über 800,000 Kriegsknechte, 200 Panzer und 450 Flieger, die Griechen hatten 430,000 Mann und die Engländer waren mit 63,000 Kriegsknechten, 100 Panzern und 300 Fliegern gelandet. Die Illyrer verloren 375,000 Mann, die Griechen 279,000 und die Engländer 17,000 Mann. Man merkt es: Einmal mehr sind die Engländer übers Meer getürmt und haben ihre Hilfsvölker im Regen stehen lassen. Die Italiener hatten einen Verlust von 101,000 Mann. Wir Deutschen hatten 5000 Gefallene und Verwundete zu beklagen. Entscheidend zum Erfolg des Unternehmens Marita haben unsere Fallschirmjäger. Die sind nämlich am Golf von Korinth gelandet und haben so den Übergang unserer deutschen Verbände auf die Peloponnes ermöglicht. Damit war die Niederlage der Engländer besiegelt. Im legendären Fallschirmjägerlied „Hinter den Bergen strahlet die Sonne“ findet die Landung bei Korinth Erwähnung und so ist dieses bei unserer heutigen Siegesfeier Pflicht: https://www.youtube.com/watch?v=JLCoa0dx490

Hinter den Bergen strahlet die Sonne,

glühen die Gipfel so rot,

Stehen Maschinen, die woll’n mit uns fliegen,

fliegen in Sieg oder Tod.

Hurra, wir starten, hurra, wir starten,

wenn die erste Morgensonne scheint,

Fallschirmjäger, Fallschirmjäger

gehen ran an den Feind!

Narvik, Rotterdam, Korinth

Und das heiße Kreta sind

Stätten unserer Siege!

Ja, wir greifen immer an,

Fallschirmjäger gehen ran,

Sind bereit, zu wagen!

Hoch in den Lüften fliegt unser Vogel

stolz und frei durch die Luft,

Standhaft und ehrsam sind unsere Herzen,

wenn das Kommando uns ruft.

Hurra, wir fliegen, hurra, wir fliegen,

wenn die erste Morgensonne scheint,

Fallschirmjäger, Fallschirmjäger

gehen ran an den Feind!

Narvik, Rotterdam, Korinth

Und das heiße Kreta sind

Stätten unserer Siege!

Ja, wir greifen immer an,

Fallschirmjäger gehen ran,

Sind bereit, zu wagen!

Hoch aus den Wolken stürzen wir nieder,

tief in die feindlichen Reih’n.

Gegner, wir kommen, habt ihr’s vernommen,

bald wird der Sieg unser sein!

Hurra, wir springen, hurra, wir springen,

wenn die erste Morgensonne scheint,

Fallschirmjäger, Fallschirmjäger

gehen ran an den Feind!

Narvik, Rotterdam, Korinth

Und das heiße Kreta sind

Stätten unserer Siege!

Ja, wir greifen immer an,

Fallschirmjäger gehen ran,

Sind bereit, zu wagen!“

Major Erich Hartmann

Erich Hartmann, seines Zeichens unser Fliegerass der Fliegerasse, hat mal wieder Geburtstag! Auf sagenhafte 352 abgeschossene feindliche Flieger hat er es im Sechsjährigen Krieg gebracht und dafür natürlich das Ritterkreuz mit Eichenlaub, Schwertern und Edelsteinen verliehen bekommen. Das Licht der Welt erblickte unser Fliegerass 1922 in Weissach im Schwabenland und meldete sich 1940 zur Luftwaffe. Ab 1942 durfte er dann endlich auf Feindflug gehen und machte seitdem an der Ostfront Kleinholz. Geheiratet hat unser Erich Hartmann auch und zwar 1944 Ursula Paetsch. Die beiden hatten zwei Kinder. „Wir deutschen Piloten starten“ suche ich mir als Geburtstagsständchen für unseren Erich Hartmann aus: https://www.youtube.com/watch?v=tRUy-RqxfgQ

„Wir sind die alten Kameraden

Vom deutschen Fliegerkorps,

Wir fürchten keine Barrikaden,

Wir schwingen uns empor!

Wenn die Propeller brausen,

Gibt es nur eins: den Sieg!

Wenn Stürme uns zersausen,

Das ist für uns Musik:

Wir deutschen Piloten starten

Für des Vaterlandes Heil!

Den Kampfgeist wir bewarten

Für des Vaterlandes Heil!

Wir werden nie verrosten;

Wir fliegen wie ein Pfeil –

Ob Westen oder Osten –

Piloten-Sieg-Heil!

Wir sind die alten Kameraden,

Uns liegt der Kampf im Blut!

Wer streitet unsre Heldentaten,

Wer spricht uns ab den Mut!

Der Motor soll uns singen

Sein immer neues Lied!

Wer uns glaubt zu bezwingen,

Der beißt nur auf Granit:

Wir deutschen Piloten starten

Für des Vaterlandes Heil!

Den Kampfgeist wir bewarten

Für des Vaterlandes Heil!

Wir werden nie verrosten;

Wir fliegen wie ein Pfeil –

Ob Westen oder Osten –

Piloten-Sieg-Heil!

Wenn Böen tückisch uns umtanzen,

Wir habn die Ruhe weg,

Und wenn wir uns auch mal verfranzen,

Wir fürchten keinen Dreck.

Mit Steuer und Verwindung

Erreichen wir das Ziel;

Nur Ruhe und Empfindung,

Nur immer mit Gefühl:

Wir deutschen Piloten starten

Für des Vaterlandes Heil!

Den Kampfgeist wir bewarten

Für des Vaterlandes Heil!

Wir werden nie verrosten;

Wir fliegen wie ein Pfeil –

Ob Westen oder Osten –

Piloten-Sieg-Heil!

Und dann kommt einmal die Sekunde –

Sie kommt erbarmungslos –

Da fliegst du deine letzte Runde;

Das ist des Siegers Los!

Dann wirst du nie mehr starten,

Mein guter Kamerad,

Es senken sich Standarten,

Mein guter Kamerad:

Wir deutschen Piloten starten

Für des Vaterlandes Heil!

Den Kampfgeist wir bewarten

Für des Vaterlandes Heil!

Wir werden nie verrosten;

Wir fliegen wie ein Pfeil –

Ob Westen oder Osten –

Piloten-Sieg-Heil!“

Durch die Erstürmung der Düppeler Schanzen im Jahre 1864 entschied unser Prinz Friedrich Karl den Dänischen Krieg mit seinen preußischen Recken. Denn danach wurde Dänemark fast kampflos von unseren Truppen besetzt und die Dänen wagten nirgends mehr sich zum Kampf zu stellen. Der dänische Dachs wurde sozusagen aus seinem Bau heraus gesprengt und das soll mit „Lützows wilde verwegene Jagd“ (wie immer gedichtet von unserem Theodor Körner) gefeiert werden: https://www.youtube.com/watch?v=VNm32pLK_AU

„Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein?

Hör´s näher und näher brausen.

Es zieht sich herunter in düsteren Reihn

und gellende Hörner schallen darein

erfüllen die Seele mit Grausen

Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd

Was zieht dort rasch durch den finstern Wald

und streift von Bergen zu Bergen?

Es legt sich in nächtlichen Hinterhalt,

das Hurra jauchzt, und die Büchse knallt

es fallen die fränkischen Schergen

Und wenn ihr die schwarzen Jäger fragt

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd

Wo die Reben dort glühen dort braust der Rhein,

der Wütrich geborgen sich meinte

Da naht es schnell mit Gewitterschein

und wirft sich mit rüstigen Armen hinein

und springt an das Ufer der Feinde.

Und wenn ihr die schwarzen Schwimmer fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd!

Was braust dort im Tale die laute Schlacht

was schlagen die Schwerter zusammen?

Wildherzige Reiter schlagen die Schlacht

und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht

und lodert in blutigen Flammen.

Und wenn ihr die schwarzen Reiter fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd!

Was scheidet dort röchelnd vom Sonnenlicht

unter winselnde Feinde Gebettet?

Es zucket der Tod auf dem Angesicht

doch die wackern Herzen erzittern nicht

das Vaterland ist ja gerettet!

Und wenn ihr die schwarzen Gefallnen fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

Die wilde Jagd und die deutsche Jagd

auf Henkersblut und Tyrannen!

Drum, die ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt!

Das Land ist ja frei, und der Morgen tagt

wenn wir’s auch nur sterbend gewannen.

Und von Enkeln zu Enkeln sei’s nachgesagt:

Das war

Das war Lützows wilde, verwegene Jagd.“

Ausgeheckt hat den Dänenkrieg von 1864 unser eiserner Kanzler Otto von Bismarck, der uns daher auch seine Gedanken und Erinnerungen dazu bei der Siegesfeier wissen läßt: http://www.zeno.org/Geschichte/M/Bismarck,+Otto+von/Gedanken+und+Erinnerungen

„Die öffentliche Meinung war in den gebildeten Mittelständen Deutschlands ohne Zweifel augustenburgisch, in derselben Urteilslosigkeit, welche sich früher den Polonismus und später die künstliche Begeisterung für die battenbergische Bulgarei als deutsches Nationalinteresse unterschieben ließ. Die Mache der Presse war in diesen beiden etwas analogen Lagen betrübend erfolgreich und die öffentliche Dummheit für ihre Wirkung so empfänglich wie immer. Die Neigung zur Kritik der Regierung war 1864 auf der Höhe des Satzes: Nein, er gefällt mir nicht, der neue Bürgermeister. Ich weiß nicht, ob es heut noch Jemanden gibt, der es für vernünftig hielte, wenn nach Befreiung der Herzogtümer aus ihnen ein neues Großherzogtum hergestellt worden wäre mit Stimmberechtigung am Bundestage und dem sich von selbst ergebenden Berufe, sich vor Preußen zu fürchten und es mit seinen Gegnern zu halten; damals aber wurde die Erwerbung der Herzogtümer für Preußen als eine Ruchlosigkeit von allen denen betrachtet, welche seit 1848 sich als die Vertreter der nationalen Gedanken ausgespielt hatten. Mein Respekt vor der sogenannten öffentlichen Meinung, das heißt, vor dem Lärm der Redner und der Zeitungen, war niemals groß gewesen, wurde aber in Betreff der auswärtigen Politik in den beiden oben verglichenen Fällen noch erheblich herabgedrückt. Wie stark die Anschauungsweise des Königs bis dahin von dem landläufigen Liberalismus durch den Einfluß der Gemahlin und der Bethmann-Hollweg’schen Streberfraktion imprägniert war, beweist die Zähigkeit, mit welcher er an dem Widerspruch festhielt, in welchem das österreichisch-Frankfurter-Augustenburger Programm mit dem preußischen Streben nach nationaler Einheit stand. Logisch begründet konnte diese Politik dem König gegenüber unmöglich werden; er hatte sie, ohne eine chemische Analyse ihres Inhalts vorzunehmen, als Zubehör des Altliberalismus vom Standpunkt der früheren Thronfolgerkritik und der Ratgeber der Königin im Sinne von Goltz, Pourtales und so weiter [adoptiert]. Ich greife in der Zeit vor, indem ich hier das letzte Lebenszeichen der Wochenblattspartei einschalte, das Schreiben des Herrn von Bethmann-Hollweg an den König vom 15. Juni 1866, dessen Hauptsätze lauten: „Was Eure Majestät stets gefürchtet und vermieden, was alle Einsichtigen voraussahen, daß ein ernstliches Zerwürfnis mit Österreich von Frankreich benutzt werden würde, um sich auf Kosten Deutschlands zu vergrößern (wo?), liegt jetzt in L. Napoleons ausgesprochenem Programm aller Welt vor Augen. – Die ganzen Rheinlande für die Herzogtümer wäre für ihn kein schlechter Tausch, denn mit den früher beanspruchten petites rectifications des frontières wird er sich gewiß nicht begnügen. Und Er ist der allmächtige Gebieter in Europa! – Gegen den Urheber dieser unsrer Politik hege ich keine feindliche Gesinnung. Ich erinnere mich gerne, daß ich 1848 Hand in Hand mit ihm ging, um den König zu stärken. Im März 1862 riet ich Eurer Majestät, einen Steuermann von konservativen Antezedentien zu wählen, der Ehrgeiz, Kühnheit und Geschick genug besitze, um das Staatsschiff aus den Klippen, in die es geraten, herauszuführen, und ich würde Herrn von Bismarck genannt haben, hätte ich geglaubt, daß er mit jenen Eigenschaften die Besonnenheit und Folgerichtigkeit des Denkens und Handelns verbände, deren Mangel der Jugend kaum verziehen wird, bei einem Manne aber für den Staat, den er führt, lebensgefährlich ist. In der Tat war des Grafen Bismarck Thun von Anfang an voller Widersprüche. Von jeher ein entschiedener Vertreter der russisch-französischen Allianz, knüpfte er an die im preußischen Interesse Rußland zu leistende Hilfe gegen den polnischen Aufstand politische Projekte, die ihm beide Staaten entfremden mußten. Als ihm 1863 mit dem Tode des Königs von Dänemark eine Aufgabe in den Schoß fiel, so glücklich, wie sie nur je einem Staatsmanne zu Teil geworden, verschmähte er es, Preußen an die Spitze der einmütigen Erhebung Deutschlands (in Resolutionen) zu stellen, dessen Einigung unter Preußens Führung sein Ziel war, verband sich vielmehr mit Österreich, dem prinzipiellen Gegner dieses Planes, um später sich mit ihm unversöhnlich zu verfeinden. Den Prinzen von Augustenburg, dem Eure Majestät wohlwollten und von dem damals Alles zu erhalten war, mißhandelte er, um ihn bald darauf durch den Grafen Bernstorff auf der Londoner Konferenz für den Berechtigten erklären zu lassen. Dann verpflichtet er Preußen im Wiener Frieden, nur im Einverständnis mit Österreich definitiv über die befreiten Herzogtümer zu disponieren, und läßt in denselben Einrichtungen treffen, welche die beabsichtigte „Annexion“ deutlich verkündigen. – Viele betrachten diese und ähnliche Maßregeln, die, weil in sich widersprechend, in das Gegenteil des Bezweckten umschlugen, als Fehler der Unbesonnenheit. Andern erscheinen sie als Schritt eines Mannes, der auf Abenteuer ausgeht, Alles durcheinanderwirft und es darauf ankommen läßt, was ihm zur Beute wird, oder eines Spielers, der nach jedem Verlust höher pointiert und endlich va banque macht. Dies Alles ist schlimm, aber noch viel schlimmer in meinen Augen, daß Graf Bismarck sich in dieser Handlungsweise mit der Gesinnung und den Zielen seines Königs in Widerspruch setzte und sein größtes Geschick darin bewies, daß er ihn Schritt für Schritt dem entgegengesetzten Ziele näher führte, bis die Umkehr unmöglich schien, während es nach meinem Dafürhalten die erste Pflicht eines Ministers ist, seinen Fürsten treu zu beraten, ihm die Mittel zur Ausführung seiner Absichten darzureichen und vor Allem sein Bild vor der Welt rein zu erhalten. Seiner Majestät gerader, gerechter und ritterlicher Sinn ist weltbekannt und hat Allerhöchstdemselben das allgemeine Vertrauen, die allgemeine Verehrung zugewendet. Graf Bismarck aber hat es dahin gebracht, daß Eure Majestät edelste Worte dem Lande gegenüber, weil nicht geglaubt, wirkungslos verhallen und jede Verständigung mit andern Mächten unmöglich geworden, weil die erste Vorbedingung derselben, das Vertrauen, durch eine ränkevolle Politik zerstört worden ist. Noch ist kein Schuß gefallen, noch ist Verständigung unter einer Bedingung möglich. Nicht die Kriegsrüstungen sind einzustellen, vielmehr, wenn es möglich ist, zu verdoppeln, um Gegnern, die unsre Vernichtung wollen, siegreich entgegen zu treten oder mit vollen Ehren aus dem verwickelten Handel herauszukommen. Aber jede Verständigung ist unmöglich, so lange der Mann an Eure Majestät Seite steht, Ihr entschiedenes Vertrauen besitzt, der dieses Eure Majestät bei allen andern Mächten geraubt hat.“

Die zweite Schlacht an der Aisne

Die zweite Schlacht an der Aisne nahm heute (1917) ihren Anfang. Gedauert hat sie bis Ende Mai und kostete die Gallier 300,000 Kriegsknechte. Uns Deutsche aber leider auch 163,000 Verwundete und Gefallene. An der Aisne standen sich 68 gallische Divisionen mit 3500 Geschützen (sowie zahlreichen Panzern) und 41 deutsche Divisionen mit 2400 Geschützen gegenüber. Unsere I. Armee wurde von unserem General Fritz von Below und unsere VII. Armee von unserem Generaloberst Max von Boehn angeführt. Beide Armeen unterstand der Heeresgruppe unseres Kronprinzen Wilhelms und über allem wachte unsere Oberste Heeresleitung, bestehend aus unserem Feldmarschall Paul von Hindenburg und seinem Generalstabschef, unserem General Erich Ludendorff. Läßt man erdkundlich die Fünfe grade sein läßt, dann kann man die zweite Schlacht an der Aisne zu den Flandernschlachten rechnen und eine solche muß natürlich mit dem epischen Kriegslied „Der Tod in Flandern“ gefeiert werden: https://www.youtube.com/watch?v=IGrarQHbKNA

Der Tod reit’t auf einem kohlschwarzen Rappen,

Er hat eine undurchsichtige Kappen.

Wenn Landsknecht‘ in das Feld marschieren,

Läßt er sein Roß daneben galoppieren.

Flandern in Not!

In Flandern reitet der Tod!

Der Tod reit’t auf einem lichten Schimmel,

Schön wie ein Cherubin vom Himmel,

Wenn Mädchen ihren Reigen schreiten,

Will er mit ihnen im Tanze gleiten.

Falalala, falalala.

Der Tod kann auch die Trommel rühren,

Du kannst den Wirbel im Herzen spüren.

Er trommelt lang, er trommelt laut,

Er schlägt auf eine Totenhaut.

Flandern in Not!

In Flandern reitet der Tod!

Als er den ersten Wirbel geschlagen,

Da hat’s das Blut vom Herzen getragen.

Als er den zweiten Wirbel schlug,

Den Landsknecht man zu Grabe trug.

Flandern in Not!

In Flandern reitet der Tod!

Der dritte Wirbel ist so lang gegangen,

Bis der Landsknecht von Gott sein’n Segen empfangen.

Der dritte Wirbel ist leis und lind,

Als wiegt‘ eine Mutter in Schlaf ihr Kind.

Flandern in Not!

In Flandern reitet der Tod!

Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten,

Der Tod kann lächelnd im Tanze schreiten.

Er trommelt laut, er trommelt fein:

Gestorben, gestorben, gestorben muß sein.

Flandern in Not!

In Flandern reitet der Tod!“

Ruhe gibt der gallische Monty Nivelle auch am 30. April nicht:

Großes Hauptquartier, 30. April. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Nach dem Scheitern des großen Angriffs am 25. April unternahmen gestern die Engländer nur Einzelangriffe gegen Oppy, nördlich der Straße von Douai nach Arras. In viermaligem Ansturm gegen den heiß umstrittenen Ort erschöpften sie ihre Kräfte; das Dorf blieb in unserer Hand. Auf beiden Scarpe-Ufern hielt die starke Kampftätigkeit der Artillerie an. Vorsichtige Schätzung beziffert den Verlust der Engländer am 25. April auf über 6000 Mann, die in und vor unseren Stellungen gefallen sind; außerdem sind über 1000 Gefangene und 40 Maschinengewehre durch unsere Truppen eingebracht. Zehn Panzerkraftwagen sind zerstört worden. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: Gewaltsame Erkundungen der Franzosen suchten gestern morgen den Erfolg des französischen Zerstörungsfeuers gegen unsere Stellungen bei Berry-au-Bac, am Brimont und nördlich von Reims festzustellen. Unsere Grabenbesatzungen wiesen die Vorstöße ab. Seit Mittag hat sich mit wenigen Pausen der Feuerkampf von Soissons bis zur Suippes wieder gesteigert; er erreichte in den Abendstunden größte Heftigkeit, hielt in wechselnder Kraft während der Nacht an und wuchs bei Tagesgrauen zu stärkster Wirkung. Heeresgruppe Herzog Albrecht: Nichts Wesentliches. Am 28. April haben unsere westlichen Gegner elf, am 29. April 23 Flugzeuge verloren, außerdem drei Fesselballons. Flieger und Flugabwehrkanonen teilen sich in das Ergebnis. Rittmeister Freiherr von Richthofen blieb zum 48.,49., 50., 51. und 52. Male Sieger im Luftkampf; der seiner Jagdstaffel angehörende Leutnant Wolff schoß den 22. bis 26. Gegner ab. Aufklärungsstreifen und Flüge zum Bombenabwurf führten unsere Flieger tief in das englische Frankreich zwischen Somme und Yser, von der Aisne-Front bis über die Marne nach Süden. Mazedonische Front: Zwischen Prespasee und Serres lebhafte Artillerietätigkeit. Zwei englische Flieger wurden bei Rückkehr eines unserer Kampfgeschwader vom erfolgreichen Luftangriff gegen Lager und Bahnstrecken im Cerna-Bogen zum Absturz gebracht. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff.“

Die zweite Schlacht an Aisne tobt auch im Mai weiter:

Großes Hauptquartier, 1. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Bei Arras blieb die Kampftätigkeit der Artillerie auf beiden Scarpe-Ufern wechselnd stark. Vorwärts unserer Kampflinie bei Sankt Quentin finden täglich kleine Gefechte unserer Sicherungen mit den Vortruppen der Gegner statt. Sankt Quentin selbst liegt oft unter Feuer; gestern erhielt die Kathedrale fünf Treffer. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: An der Aisne, am Aisne-Marne-Kanal und in der Champagne zwischen Sillery und der Suippesniederung dauerte die Artillerieschlacht mit wenigen Unterbrechungen an; zwischen Soissons und Reims war sie vor allem gegen Abend heftig. Nachts bei Berry-au-Bac, am Brimont und östlich von Courcy vorstoßende Erkundungsabteilungen der Franzosen wurden zurückgeschlagen. In der Champagne steigerte sich am Vormittage das Feuer zu stundenlanger, stärkster Wirkung. Bald nach Mittag setzte zwischen Prosnes und Auberive der französische Angriff ein. Frische Divisionen waren herangeführt, um uns die Höhenstellungen südlich von Nauroy und Moronvilliers zu entreißen. Der Ansturm ist am zähen Widerstand unserer Truppen gescheitert; nach hartem, hin- und herwogendem Ringen sind die dort kämpfenden badischen, sächsischen und brandenburgischen Regimenter in vollem Besitz ihrer Stellungen. Der Feind hat schwere Verluste erlitten. Ein zweiter Angriff, abends südlich von Nauroy vorbrechend, vermochte an dem Mißerfolg nichts zu ändern. Heeresgruppe Herzog Albrecht: Nichts Neues. Gestern wurden 22 feindliche Flugzeuge im Luftkampf, drei durch Flugabwehrkanonen abgeschossen. Drei unserer Kampfeinsitzer griffen eine Gruppe von fünf französischen Fesselballons nordwestlich von Reims an und brachten sie sämtlich zum Absturz. Östlicher Kriegsschauplatz: An mehreren Frontabschnitten forderte russisches Artilleriefeuer unsere Gegenwirkung heraus. Mazedonische Front: Im Cerna-Bogen und westlich des Wardar hat in den letzten Tagen lebhafteres Feuer angehalten. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff.“